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Ein Weingut

als Ort der Begegnung

Mit Leidenschaft

und Charakter

Anton Bauer (1971–2026) führte das Weingut in vierter Generation mit Herzblut, Konsequenz und einem feinen Gespür für Qualität. Nach seiner Ausbildung an der Weinbauschule Krems und prägenden Erfahrungen im Burgund kehrte er in seine Heimat zurück, um das elterliche Weingut zu übernehmen – damals noch klein, aber voller Potenzial.

Mit Weitblick, handwerklicher Präzision und einer tiefen Verbundenheit zur Region begann er, Schritt für Schritt eine eigenständige Stilistik zu formen.

Voller Mut, Neugier & Konsequenz

Mit klarer Vision und unermüdlichem Einsatz entwickelte er das Weingut weiter und hinterließ eine unverwechselbare Handschrift. Handlese, sorgfältige Arbeit im Weinberg und der bewusste Umgang mit Zeit wurden zu tragenden Säulen seines Schaffens. 

Seine Weine stehen für Herkunft, Präzision und Charakter – getragen von Respekt vor der Natur und dem Mut, den eigenen Weg zu gehen. 

Was bleibt, ist ein Weingut, das seine Haltung weiterträgt...

…und Weine, die seine Leidenschaft, seine Ruhe und seine Überzeugung in jedem Jahrgang spürbar machen.

Natur & Umgebung

Herkunft, die man schmeckt

Am Wagram entstehen Weine aus einer besonderen Verbindung von Boden und Klima. Tiefgründige Lehm- und Lössschichten, durchzogen von alten Sedimenten der Urdonau, erlauben den Reben tief zu wurzeln. So erschließen sie Wasserreserven und Mineralien aus der Tiefe – die Grundlage für Struktur, Dichte und Ausdruck. Gleichzeitig prägen fossile Ablagerungen und feine Bodenschichten die charakteristische Mineralität, die Anton Bauer Weinen ihre ruhige, elegante Tiefe verleiht.

Wusstest du?

Die West-/Ostausdehnung des Wagrams hat zur Folge, dass die Weingärten alle nach Süden ausgerichtet sind und sich so der Sonne entgegenstrecken können. 

Der Wagram

Weinbau in Niederösterreich

Die nach Süden ausgerichteten Weingärten profitieren von intensiver Sonneneinstrahlung, während das Zusammenspiel aus pannonischer Wärme und kühler Luft aus dem Waldviertel für Ausgleich sorgt. Warme Tage fördern die Reife der Trauben, kühle Nächte bewahren Frische und Aromatik. Dieses Wechselspiel verleiht den Weinen Spannung, Finesse und ein lebendiges Frucht-Säure-Spiel – ein Ausdruck der natürlichen Balance, die den Wagram so einzigartig macht.

Unsere Rieden

Der Name ist auf die Wildrosen zurückzuführen, die hier besonders üppig wuchsen. Die Riede Rosenberg gilt als eine der besten und wichtigsten Lagen für uns, sie liegt auf einem der höchstgelegenen Weingärten am Wagram, direkt unterhalb des Gipfels des Hengstbergs (371 m). Im Norden grenzt unmittelbar ein Wald an den Weingarten, der einerseits vor starken Winden aus Nordwest schützt und andererseits für ein besonderes Mikroklima sorgt: Trotz der exponierten Südlage weht aus dem Wald ein kühler Wind, der auch in heißen Sommern größere Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht verursacht als in anderen Lagen. Dadurch wird die Aromabildung in den Beeren intensiviert, die Weine sind komplex und strukturiert. Auf tiefgründigem Löss mit Lehmanteil werden hier Grüner Veltliner und Cabernet Sauvignon gepflanzt.

Die Lage Spiegel markiert die Grenze zum Kamptal und ist so wie der Rosenberg einer der höchsten Punkte am Wagram. Gegen Nordwesten durch den Höhenrücken des Hengstbergers geschützt, ist die sanft terrassierte Lage auf etwa 350 Meter Seehöhe nach Süden ausgerichtet und weist neben Lehm und Löss auch einen hohen Anteil an Donauschotter und verwittertem Gföhler Gneis im Boden auf. Abgesehen von den unterschiedlichen Böden ist Spiegel keine Kessellage sondern ein langgezogenes Hochplateau mit einem kühleren, luftigen Kleinklima. Grüner Veltliner und Blaufränkisch geraten hier sehr mineralisch, feingliedrig und elegant. Sie weisen eine höhere Säure auf und sind nicht zuletzt deshalb besonders langlebig.

Die Rieden Kirchthal liegen nördlich von Feuersbrunn und reichen mit einer Seehöhe zwischen 300 und etwa 370 Meter bis zum Waldrand des Hengstberg-Rückens. Die Weingärten schauen vorwiegend nach Süden und Südosten. Im Untergrund stehen Tone und fossilführende Sande an, die im ehemaligen Meer vor etwa 19 Millionen Jahren abgelagert wurden. Über weite Teile sind diese Ablagerungen von kalkigem und schluffig-mehligem Löss bedeckt. Im höchsten Teil der Rieden stehen die Reben auf den eher kalkarmen sandigen Kiesen des ehemaligen Verlaufs der Ur-Donau. Sie floss damals, vor etwa 8-10 Millionen Jahren, weit nördlicher als die heutige Donau Richtung Wiener Becken. Die Weingärten sind sowohl im Franziszeischen Kataster (1817-1824) als auch in der Administrativkarte (1864-1881) unter der Bezeichnung Kirchthal eingetragen. Angeblich war hier in einer flachen Mulde der Klang der Kirchenglocke besonders gut zu hören.

Die Lagen von Ried Brenner sind nach Süden offen am Mittelhang Richtung Hengstberg-Kamm, im Bereich zwischen etwa 230 und 290 Meter Seehöhe gelegen. Die nur wenig terrassierten Weingärten sind vorwiegend nach Süden ausgerichtet. Der Boden ist eine kalkhaltige Schwarzwerde aus Löss. Löss ist kalkhaltiger Gesteinsstaub (Schluff), der in den vegetationsarmen Kalkphasen der Eiszeit aus dem Alpenraum mit den kahlen Vorfeldern der Gletscher und Flussebenen hier angeweht wurde und jetzt einen lehmig-sandigen, immer kalkigen und gut speicherfähigen Boden mit ausgewogener chemischer und mineralogischer Zusammensetzung bildet. Sowohl im Franziszeischen Kataster (1823) als auch in der Administrativkarte (1864-1881) sind hier bereits Weingärten eingetragen, die auch damals den Namen Brenner trugen. Der Name lässt auf frühere Brandrodungen schließen.

Die Rieden Gösinger Gmirk befindet sich zwischen den Kellergassen von Feuersbrunn und Fels und ist eine Südlage am Fuße des Hengstbergs. Die tiefgründigen Lössböden bilden eine der klassischen Gösinger Grüner Veltliner-Lagen. Mit Finesse und nicht zu hohem Reifegrad kultivieren wir hier auch unseren Pinot Noir. Die Weingärten sind flacher und durch die weniger starke Sonneneinstrahlung auch etwas kühler. Gleichzeitig ist die Lage relativ windausgesetzt, was gerade beim Pinot Noir ein Vorteil ist, da die Trauben immer schnell abtrocknen und keine Fäulnis entsteht. Die Weine bringen mehr Mineralität und auch spürbar mehr Säure – so entstehen ein pfeffriger Grüner Veltliner und unser Pinot Noir, bei dem nicht die pure Kraft, sondern Finesse und würzige Aromatik im Vordergrund stehen.

Die Weingärten der Rieden Stiegl liegen am Mittelhang Richtung Hengstberg-Kamm, im Bereich zwischen etwa 220 und 290 Meter Seehöhe. Die terrassierten Weingärten sind vorwiegend nach Süden und auch nach Südosten ausgerichet. Der Boden ist eine kalkhaltige Schwarzerde aus Löss. Löss ist kalkhaltiger Gesteinsstaub (Schluff), der in den vegetationsarmen Kaltphasen der Eiszeit aus dem Alpenraum mit den kahlen Vorfeldern der Gletscher und Flussebenen hier angeweht wurde und jetzt einen lehmig-sandigen, immer kalkigen und gut speicherfähigen Boden mit ausgewogener chemischer und mineraloischer Zusammensetzung bildet. Sowohl im Franziszeischen Kataster (1823) als auch in der Administrativkarte (1864-1881) sind hier bereits Weingärten eingetragen, die auch damals den Namen Stiegel trugen.

Die Ortsrieden nehmen in Feuersbrunn eine Sonderstellung ein, da sie sich südlich vom Ort an der letzten Geländestufe vom Wagram zum Tullnerfeld befindet. Auch die Böden unterscheiden sich deutlich von denen im Feuersbrunner„Weingebirge“: Neben Löss, Lehm und Urgesteinsmaterialen im Oberboden dominiert hier tiefgründiger Donauschotter, der Grünem Veltliner, Syrah und Riesling eine besonders mineralische Note verleiht. Durch den geringen Humusanteil ist die Ortsriede eine der schwierigsten Lagen für uns, andererseits bringen die schottrig-mineralischen Böden in Verbindung mit den frischen Westwinden aus der Wachau besonders spannende und langlebige Weine. Es gibt hier sehr wenig Wasser, die Erträge sind darum gering, die Trauben dafür besonders aromatisch und duftig. Mineralität und die kräftige Säure prägen unseren fein strukturierten, würzigen Riesling.

Weinhandwerk

vom Wagram

Vom Lesegut

zum Charakterwein

Handlese & Qualität

Mit Bedacht und Präzision

Qualität beginnt am Weinberg. Jede Traube wird von Hand gelesen, sorgfältig selektiert und mit größter Aufmerksamkeit behandelt. Die Handlese ist dabei mehr als Tradition – sie ist ein entscheidender Schritt, um nur bestes Lesegut in den Keller zu bringen. Sorgfältige Laubarbeit, ein achtsamer Umgang mit der Natur und das Gespür für den richtigen Lesezeitpunkt prägen den Weg jedes Jahrgangs von Anfang an.

Im Keller folgt die Umsetzung derselben Philosophie: Schonende Verarbeitung, viel Zeit und Respekt vor der Natur ermöglichen es, die Herkunft und das Terroir in jedem Wein spürbar zu machen. Das Ergebnis sind Weine mit Finesse, Klarheit und Struktur – präzise, ausdrucksstark und unverwechselbar. 

Jeder Schluck erzählt die Geschichte der Böden, der Sonnenstunden und der sorgfältigen Handarbeit, die unsere Weine zu dem machen, was sie sind:

authentische Botschafter des Wagrams.

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